Wer ist Britta Behrendt?
Britta Behrendt ist eine deutsche Juristin und politische Verwaltungsmanagerin, die im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn verschiedene verantwortungsvolle Positionen in der deutschen Bundes- und Landesverwaltung übernommen hat. Bekannt wurde sie insbesondere durch ihre Tätigkeit in Berlin, wo sie als Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt tätig war. Ihr beruflicher Weg ist jedoch deutlich breiter angelegt und umfasst unter anderem Innenpolitik, Migration, Krisenmanagement, Verwaltungsarbeit sowie Fragen der staatlichen Modernisierung.
Behrendts Karriere zeigt, wie juristische Fachkenntnisse mit politischen und administrativen Aufgaben verknüpft werden können. Sie arbeitete sowohl auf Bundesebene als auch in der Berliner Landesverwaltung und sammelte dabei Erfahrungen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Dienstes.
Seit September 2025 ist sie zudem im Bundeskanzleramt mit Aufgaben auf Bundesebene betraut. Dort übernahm sie eine leitende Funktion in einem Bereich, der unter anderem die Digitalisierung, die Staatsmodernisierung sowie innen- und rechtspolitische Themen umfasst.
Ausbildung und juristischer Hintergrund von Britta Behrendt
Die juristische Ausbildung bildet eine wichtige Grundlage für den beruflichen Werdegang von Britta Behrendt. Sie begann ihr Jurastudium Mitte der 1990er-Jahre an der Universität des Saarlandes. Darüber hinaus studierte sie an der Universität Pisa in Italien sowie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Im Jahr 2000 legte sie ihr erstes juristisches Staatsexamen ab. Anschließend absolvierte sie ihren juristischen Vorbereitungsdienst am Kammergericht Berlin und schloss 2003 mit dem zweiten Staatsexamen ab.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ihrer Ausbildung war ein Masterstudium im Wirtschaftsrecht. An der University of Cape Town in Südafrika erwarb sie einen Master of Laws (LL.M.).
Diese internationale und juristische Ausbildung war eine gute Grundlage für ihre spätere Tätigkeit in Ministerien und politischen Verwaltungen. Gerade in Bereichen wie Gesetzgebung, Verwaltung, Migration oder Staatsmodernisierung sind juristische Kenntnisse von besonderer Bedeutung.
Die ersten beruflichen Stationen
Nach Abschluss ihrer juristischen Ausbildung begann Britta Behrendt ihre berufliche Tätigkeit unter anderem als wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten. Diese Tätigkeit verschaffte ihr einen frühen Einblick in die parlamentarische Arbeit und in politische Entscheidungsprozesse auf Bundesebene.
Später wechselte sie in die Bundesverwaltung und arbeitete im Bundesministerium des Innern. Dort übernahm sie verschiedene Aufgaben und konnte ihre Kenntnisse im Bereich der öffentlichen Verwaltung weiter ausbauen.
Zu ihren Tätigkeiten gehörte auch die Rolle als Redenschreiberin für den damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière. Eine solche Position erfordert nicht nur juristisches und politisches Verständnis, sondern auch die Fähigkeit, komplexe politische Themen verständlich und präzise zu formulieren.
Tätigkeit im Bundesministerium der Verteidigung
Ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Karriere von Britta Behrendt war ihre Tätigkeit im Bundesministerium der Verteidigung.
Im Jahr 2011 wechselte sie vom Innenministerium ins Verteidigungsministerium. Dort arbeitete sie in verschiedenen Funktionen und sammelte weitere Erfahrungen in der Bundesverwaltung.
Besonders relevant war ihre spätere Tätigkeit als persönliche Beraterin von Ursula von der Leyen, die zu dieser Zeit Bundesministerin für Verteidigung war. Durch diese Position erhielt Behrendt Einblicke in politische Führung, strategische Entscheidungsprozesse sowie in die Koordination komplexer ministerieller Aufgaben.
Ihre berufliche Entwicklung verdeutlicht, dass sie nicht ausschließlich auf ein einzelnes Politikfeld spezialisiert war. Vielmehr bewegte sie sich über mehrere Jahre hinweg zwischen verschiedenen Themenbereichen der deutschen Verwaltung.
Britta Behrendt und die Innenpolitik
Nach ihrer Zeit im Verteidigungsministerium kehrte Britta Behrendt ins Bundesministerium des Innern zurück. Dort übernahm sie weitere verantwortungsvolle Aufgaben.
Zu den Themenfeldern, mit denen sie sich beschäftigte, gehörten unter anderem Migration und Flüchtlingspolitik. Diese Bereiche gehören zu den besonders anspruchsvollen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung, weil sie rechtliche, gesellschaftliche, humanitäre und politische Fragen miteinander verbinden.
Behrendt war außerdem an Aufgaben beteiligt, die mit der Aufnahme ukrainischer Geflüchteter zusammenhingen. Hinzu kamen Tätigkeiten im Zusammenhang mit Krisen- und Koordinierungsstrukturen.
Solche Erfahrungen waren später auch für ihre Arbeit in leitenden Verwaltungspositionen von Bedeutung. Sie zeigen, dass ihr berufliches Profil nicht nur auf klassische Verwaltungstätigkeit beschränkt ist, sondern auch Krisenmanagement und ressortübergreifende Zusammenarbeit umfasst.
Britta Behrendt als Staatssekretärin in Berlin
Ein besonders sichtbarer Abschnitt der Karriere von Britta Behrendt begann im April 2023. Zu diesem Zeitpunkt wurde sie zur Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt in der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt ernannt.
In dieser Funktion beschäftigte sie sich mit zahlreichen Themen rund um die ökologische Entwicklung Berlins. Dazu gehörten unter anderem Klimaschutz, Klimaanpassung, Naturschutz, Biodiversität und nachhaltige Stadtentwicklung.
Berlin steht als Großstadt vor besonderen Herausforderungen. Die wachsende Bevölkerung, der Verkehr, die Flächennutzung, die Anpassung an steigende Temperaturen und der Schutz natürlicher Lebensräume müssen miteinander in Einklang gebracht werden.
Als Staatssekretärin war Behrendt Teil der politischen und administrativen Strukturen, die sich mit diesen Fragen befassten.
Klimaschutz und Umweltpolitik
Das Thema Klimaschutz spielte während ihrer Tätigkeit in Berlin eine zentrale Rolle. Großstädte sind besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Hitzeperioden, Starkregen, der Wasserhaushalt und der Erhalt von Grünflächen gehören deshalb zu den Themen moderner Stadtpolitik.
Britta Behrendt war in ihrer Funktion in Berlin an verschiedenen umweltpolitischen Aktivitäten beteiligt. Dabei ging es nicht nur um die Reduzierung der Emissionen, sondern auch um Anpassungsmaßnahmen sowie den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.
Ein moderner Klimaschutzansatz betrachtet dabei unterschiedliche Politikbereiche gemeinsam. Verkehr, Energie, Gebäude, Stadtplanung, Natur und Wasserwirtschaft beeinflussen einander.
Für Berlin bedeutet dies, dass Klimapolitik nicht isoliert betrachtet werden kann. Sie muss mit der Entwicklung einer wachsenden Stadt sowie den Bedürfnissen ihrer Bevölkerung in Einklang gebracht werden.
Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Zusammenarbeit
Ein weiterer Schwerpunkt während Behrendts Zeit in Berlin war die Nachhaltigkeit. Im Jahr 2024 wurde beispielsweise die „Umsetzungsallianz Nachhaltiges Berlin“ ins Leben gerufen.
Dabei wurden Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammengeführt. Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung sollten stärker miteinander kooperieren, um Nachhaltigkeitsziele praktisch umzusetzen.
Diese Art der Zusammenarbeit gewinnt in der Umweltpolitik zunehmend an Bedeutung. Staatliche Stellen können zwar politische Rahmenbedingungen schaffen, doch viele Nachhaltigkeitsziele lassen sich nur erreichen, wenn Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Verbände und die Bürgergesellschaft ebenfalls beteiligt sind.
Die Arbeit von Britta Behrendt in diesem Umfeld steht daher auch für einen kooperativen Ansatz in der öffentlichen Verwaltung.
Biodiversität und urbane Natur
Neben dem Klimaschutz spielte auch die biologische Vielfalt eine wichtige Rolle. Städte verfügen trotz ihrer dichten Bebauung über zahlreiche natürliche Lebensräume.
Parks, Wälder, Gewässer, Feuchtgebiete und andere Grünflächen können einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität leisten. Gleichzeitig tragen sie zur Klimaanpassung bei, etwa indem sie Temperaturen regulieren und Regenwasser aufnehmen.
Während ihrer Tätigkeit in Berlin war Behrendt an Veranstaltungen und Projekten beteiligt, die sich mit Umweltbildung und biologischer Vielfalt befassten.
Ein Beispiel war ihre Beteiligung an einem Termin im Museum für Naturkunde Berlin im Jahr 2025. Dabei ging es unter anderem darum, Menschen für die Bedeutung der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren.
Das Projekt „Versunkener See“
Auch Projekte zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume gehörten zu den Themen ihrer Amtszeit in Berlin.
Im Mai 2025 besuchte Britta Behrendt beispielsweise das Projekt zur Wiederherstellung des „Versunkenen Sees“ in Berlin-Rahnsdorf. Bei derartigen Renaturierungsprojekten geht es darum, geschädigte Ökosysteme wiederherzustellen und zugleich positive Effekte auf den Wasserhaushalt, die Artenvielfalt und die Klimaanpassung zu erzielen.
Solche Projekte zeigen, dass moderne Umweltpolitik weit über die klassische Emissionsreduzierung hinausgeht. Die Widerstandsfähigkeit einer Stadt gegenüber den Folgen des Klimawandels hängt auch von funktionierenden Ökosystemen ab.
Wechsel in das Bundeskanzleramt
Eine bedeutende Veränderung in der Laufbahn von Britta Behrendt erfolgte im Jahr 2025.
Nach ihrer Tätigkeit in der Berliner Umweltverwaltung wechselte sie zum 1. September 2025 ins Bundeskanzleramt. Dort übernahm sie eine leitende Funktion.
Ihr neuer Aufgabenbereich umfasst unter anderem Themen wie Digitalisierung, Staatsmodernisierung sowie Innen- und Rechtspolitik.
Der Wechsel ist bemerkenswert, weil er zugleich eine Erweiterung ihres beruflichen Profils darstellt. Während ihre Berliner Tätigkeit stark von Klima- und Umweltpolitik geprägt war, liegen ihre Aufgaben auf Bundesebene wieder näher an den Bereichen Verwaltung, Recht, Digitalisierung und staatlicher Organisation.
Warum die Staatsmodernisierung wichtig ist
Die Modernisierung des Staates gehört zu den großen Herausforderungen der deutschen Verwaltung. Bürgerinnen und Bürger erwarten zunehmend digitale, schnelle und unkomplizierte Verwaltungsleistungen.
Behörden müssen gleichzeitig mit komplexen rechtlichen Anforderungen, begrenzten Ressourcen und steigenden Erwartungen an Transparenz und Servicequalität umgehen.
Digitalisierung kann dabei helfen, Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten. Sie ist jedoch nur ein Teil der Staatsmodernisierung. Ebenso wichtig sind klare Zuständigkeiten, moderne Arbeitsprozesse, eine gute Gesetzgebung und eine leistungsfähige öffentliche Verwaltung.
Der berufliche Hintergrund von Britta Behrendt passt zu diesen Herausforderungen, da sie Erfahrungen aus unterschiedlichen Bereichen der Bundes- und Landesverwaltung mitbringt.
Britta Behrendt und ihre politische Zugehörigkeit
Behrendt trat 2008 der CDU bei. Ihre berufliche Laufbahn ist jedoch vor allem durch ihre Funktionen in staatlichen Verwaltungen geprägt.
Bei der Betrachtung ihrer Karriere sollte deshalb zwischen Parteizugehörigkeit und konkreten Verwaltungsaufgaben unterschieden werden. Staatssekretäre arbeiten innerhalb politischer Leitungsstrukturen, müssen zugleich administrative Prozesse organisieren und fachliche Aufgaben bewältigen.
Bei Behrendt zeigt sich diese Verbindung besonders deutlich durch ihre Wechsel zwischen Bundesministerien, der Berliner Landesverwaltung und dem Bundeskanzleramt.
Warum Britta Behrendt für die deutsche Verwaltung interessant ist
Der berufliche Werdegang von Britta Behrendt ist vor allem deshalb interessant, weil er verschiedene Ebenen staatlicher Arbeit miteinander verbindet.
Sie verfügt über juristische Qualifikationen, Erfahrungen in Bundesministerien, Kenntnisse in politischen Bereichen wie Migration und Umwelt sowie Führungserfahrung in der Landesverwaltung.
Darüber hinaus war sie mit Krisenmanagement und ressortübergreifender Zusammenarbeit befasst. Ihr Wechsel in das Bundeskanzleramt zeigt, dass solche breit gefächerten Erfahrungen auch für zentrale Aufgaben der Bundesregierung relevant sein können.
Fazit: Britta Behrendt im Überblick
Britta Behrendt steht für einen vielseitigen beruflichen Weg in der deutschen Politik und Verwaltung. Von ihrer juristischen Ausbildung über Tätigkeiten im Bundestagsumfeld und in Bundesministerien bis hin zur Arbeit in Berlin und zum späteren Wechsel in das Bundeskanzleramt hat sie verschiedene Stationen des öffentlichen Dienstes durchlaufen.
Besonders bekannt wurde sie durch ihre Tätigkeit als Berliner Staatssekretärin für Klimaschutz und Umwelt. In dieser Funktion beschäftigte sie sich mit Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Biodiversität, Naturschutz sowie der Anpassung Berlins an die Folgen des Klimawandels.
Mit ihrem Wechsel in das Bundeskanzleramt im September 2025 verlagerte sich ihr Schwerpunkt wieder stärker auf bundesweite Verwaltungs- und Regierungsthemen. Digitalisierung, Staatsmodernisierung sowie innen- und rechtspolitische Aufgaben gehören zu den Bereichen, die ihren aktuellen beruflichen Weg prägen.
Damit bleibt Britta Behrendt eine interessante Persönlichkeit für alle, die sich mit deutscher Verwaltung, politischer Steuerung, Klimapolitik und der Modernisierung staatlicher Strukturen beschäftigen. Ihr Werdegang verdeutlicht zugleich, wie vielfältig die Karrierewege innerhalb der deutschen öffentlichen Verwaltung sein können.
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